EU weitet Mittelmeermission Irini auf Russlands Schattenflotte aus
Die EU-Botschafter haben ein neues Mandat für die Marineoperation EUNAVFOR MED IRINI im Mittelmeer gebilligt. Sie soll künftig ausdrücklich auch gegen Russlands sogenannte Schattenflotte vorgehen.

Die Mission wird laut Euronews bis zum 31. März 2029 verlängert, das Budget beträgt 16,88 Millionen Euro. Das bisherige Mandat läuft im März 2027 aus. Die formelle Annahme wird am 9. Oktober bei einem Treffen der EU-Finanzminister erwartet.
Die Operation wurde 2020 eingerichtet, um das UN-Waffenembargo gegen Libyen zu überwachen. Künftig soll sie auch kritische Unterwasserinfrastruktur wie Glasfaserkabel und Pipelines schützen, illegale Aktivitäten auf See beobachten und Schleuserkriminalität bekämpfen. Zudem ist eine engere Zusammenarbeit mit Ägypten, Tunesien und dem Libanon vorgesehen.
Bereits im Juni hatte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärt, die Mission habe ihre Einsatzregeln geändert und begonnen, Schiffe zu betreten, die der russischen Schattenflotte zugerechnet werden.




