US-Bundesstaaten zahlen künftig 75 Prozent der Verwaltungskosten für Lebensmittelhilfe
Seit 1. Oktober halbiert Washington seinen Anteil an der Verwaltung des Programms – ein Minus von 3,4 Milliarden Dollar pro Jahr.

Seit dem 1. Oktober müssen die US-Bundesstaaten 75 Prozent der Verwaltungskosten des Lebensmittelhilfeprogramms SNAP tragen, etwa für Personal und Schulungen. Bisher teilten sie sich diese Kosten je zur Hälfte mit dem Bund. Nach Angaben von NPR sinken die Bundesmittel dadurch um 3,4 Milliarden Dollar jährlich. Schätzungen des Food Research & Action Center zufolge liegt die Mehrbelastung je Bundesstaat zwischen 3 und 670 Millionen Dollar; am stärksten betroffen sind Kalifornien, New York, Pennsylvania, Texas und Michigan.
Grundlage ist das im Juli 2025 verabschiedete Gesetz „One Big Beautiful Bill Act“. Ab Oktober 2027 müssen Staaten mit einer Fehlerquote von 6 Prozent oder mehr zudem einen Teil der Leistungen selbst zahlen. Die steigenden Kosten brächten die Staaten in eine Zwangslage, in der sie „wahrscheinlich neue Einnahmequellen finden, andere Programme kürzen oder den Zugang zu SNAP weiter einschränken“ müssten, warnte Katie Bergh vom Center on Budget and Policy Priorities.
Die Zahl der Empfänger ist seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit von 42 auf 36 Millionen gesunken (Stand Juni), vor allem nach Inkrafttreten des Gesetzes.




