Gewerkschaft KNSB: Lebensmittel 8,6 Prozent teurer, Aufschläge bis 150 Prozent
Fast ein Drittel des Einkommens geht laut KNSB für Lebensmittel aus. Der Arbeitgeberverband AIKB vermutet Probleme in der Lieferkette.

Der kleine Warenkorb in Bulgarien hat sich binnen eines Jahres um 8,6 Prozent verteuert, fast ein Drittel des Haushaltseinkommens fließt in Lebensmittel. Das geht aus Daten des Gewerkschaftsbundes KNSB hervor, die am 1. Oktober im Sender bTV vorgestellt wurden. Die Gewerkschaft beobachtet die Preise in rund 600 Geschäften in 80 Gemeinden.
Die Aufschläge zwischen Groß- und Einzelhandelspreis erreichen laut KNSB bei Tomaten und Gurken 130 bis 150 Prozent, bei verpackten Waren wie Mehl, Reis und Bohnen 60 bis 70 Prozent. KNSB-Präsident Plamen Dimitrow nannte die über übliche Niveaus hinausgehenden Aufschläge bei Gurken und Tomaten „zu 100 Prozent spekulativ“.
Dobrin Iwanow vom Arbeitgeberverband AIKB vermutete, irgendwo in der Lieferkette sei der Marktmechanismus gestört.




