Marokko bekommt mit Fatima Zahra Mansouri erstmals eine Regierungschefin
König Mohammed VI. hat die 50-jährige Fatima Zahra Mansouri zur Ministerpräsidentin ernannt. Sie ist die erste Frau an der Spitze einer marokkanischen Regierung.

Mansouri führt die zentristische Partei für Authentizität und Modernität (PAM), die bei der Parlamentswahl im September die meisten Sitze gewann. Die Juristin studierte an der Universität Montpellier und war Bürgermeisterin von Marrakesch sowie Abgeordnete.
Laut Euronews ist sie erst die zweite Regierungschefin in der arabischen Welt nach Najla Bouden in Tunesien. Nach der Verfassungsreform von 2011 muss der König den Ministerpräsidenten aus der Partei mit den meisten Parlamentssitzen ernennen.
Da das Wahlsystem keine Einparteienmehrheit zulässt, muss Mansouri eine Koalitionsregierung bilden. Zu ihren Aufgaben zählen die Milliardeninvestitionen für die Fußball-WM 2030, die Inflation, Lohnerhöhungen und die Schaffung von Arbeitsplätzen.




